Willkommen


Große Freude #2! Ich erhalte 2020 eines der beiden Tatort Töwerland Aufenthaltsstipendien. Zwei Wochen darf ich im März auf Juist vor der norddeutschen Küste verbringen, die Insel und ihre Bewohner*innen kennenlernen und natürlich schreiben. Ob ich mich auch in die eisige Nordsee traue?


Große Freude! Für mein aktuelles Projekt mit dem Arbeitstitel Viennese Weed erhalte ich ein Stipendium des BKA (österreichisches Bundeskanzleramt). Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk und die perfekte Motivation, nach den Feiertagen mit Hochdruck die zweite Hälfte des Manuskripts anzugehen.


Darum geht es in Viennese Weed: Angenommen, es existierte eine frei verfügbare Substanz, die einen schnellen und schmerzlosen Tod in euphorisiertem Zustand garantierte – Wer würde sterben wollen und warum? Wer anderen das Leben nehmen?

„Sie berührte das Blatt mit der Zungenspitze. Wenn das Gift an der Oberfläche saß, könnte es, im Speichel gelöst, die Schleimhaut durchdringen. Immer noch hingekauert horchte sie in sich hinein, fühlte einen leichten Schwindel, einen Lachreiz tief aus dem Zwerchfell. Oder bildete sich beides nur ein. Sie fischte eine transparente Plastikdose aus dem Rucksack, zwängte ihre Hände in Einweghandschuhe und begann mit der Ernte, den Kopf gesenkt, um nicht über die anderen nachdenken zu müssen, die rund um sie hockten und ebenfalls pflückten. Ihnen zu erläutern, wie es sich anfühlt, getötet zu haben, und dass man die Reue nie wieder los wird, kam ebenso wenig in Frage, wie ein Foto von der malerischen Szenerie zu schießen. Diskretion war das Stichwort. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass alle hier nur Vorsorge treffen wollten für den eigenen Abgang durch die Hintertür.

Einige Charaktere meines letzten Buches sind wieder mit dabei. Wer sie noch nicht kennt, kann sie hier kennenlernen:


„Fazit: Ein gescheiter, gut geschriebener Krimi, der Spaß macht. Für mich einer der Krimis des Jahres. Weil nämlich ein herzergreifendes und herzerhebendes Mutmachbuch, was Individualität, politisches Engagement und das Leben überhaupt angeht. Ein Glücksfall im Genre, bestens zum Verschenken geeignet!„, meint Rob Schekulin von der Berliner Krimibuchhandlung Hammett. Seine ausführliche Rezension finden Sie hier.