Ich bin halt eine Emanze

Ich freue mich und fühle mich durchaus auch geehrt, ab jetzt mit den großartigen Kolleginnen der Plattform HERLAND für das Gute,Wahre und vor allem Weibliche in der Literatur mitstreiten zu dürfen.

Herland

05_16_GL2s_sw1von Gudrun Lerchbaum

Ich war neun, als ich mit zwei Freundinnen über den Zaun der Kirchwiese kletterte, wo eine Gruppe von Jungs zwischen den Kirschbäumen Fußball spielte.

„Wir wollen mitspielen!“, schrie ich.

Die Jungs sammelten sich und kamen in V-Formation auf uns zu. „Haut ab! Mädchen spielen nicht Fußball!“

„Ab jetzt schon“, sagte ich, schlug dem Anführer den Ball aus der Hand und kickte ihn zu einer meiner Freundinnen, die ihn vom Boden aufhob und dem Jungen zurückwarf.

„Blöde Emanze!“, schimpfte der.

Sie nahmen ihr Spiel wieder auf, ohne uns, und wir gingen lustlos zum Spielplatz, wo mich meine Freundin zu überzeugen versuchte, dass sie mich nicht verraten, sondern beschützt hatte.

fuß

Etwas hatte sich trotzdem verändert. Ich war jetzt eine Emanze und was auch immer das sein mochte, es gestattete mir, angebliche Jungssachen zu tun. Zwar war ich vom Fußballspiel weiterhin exemplarisch ausgeschlossen, doch beim Floßbauen auf dem Mississippi (=Froschtümpel)…

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