Frauen zählen – Buchpreise

Noch einmal lasse ich Zahlen sprechen und dann ist wieder gut mit Tabellen …

Herland

Sowohl der Deutsche Buchpreis als auch der Preis der Leipziger Buchmesse werden erst seit 2005 verliehen. Zeitgemäßes Bewusstsein für das Thema Geschlechtergerechtigkeit könnte man also voraussetzen.

Lassen wir die Zahlen sprechen. Warum die so enttäuschend aussehen – darüber sollten wir allerdings noch reden. Spätestens, wenn alle Zahlen der Aktion #Frauenzählen auf dem Tisch liegen. Die „Pilotstudie zur Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb“ wird voraussichtlich am 1.Oktober veröffentlicht.

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Krimi – Limerick 13: Country Noir

Unglaubliche 41 Monate ist es her, seit ich hier meinen letzten Limerick veröffentlicht habe. Dann wird es wohl mal wieder Zeit …

Country Noir

Ich musst‘ aus verschiedenen Gründen
des Nachbarn Scheune anzünden.
Er schlug mit ’nem Knüppel
mich darauf zum Krüppel.
Cheers, Nachbar, auf lässliche Sünden!

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Frauen zählen – beim Bachmann-Preis

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und Zahlen sprechen für sich, heißt es. Wir Frauen zählen – nicht nur in diesem Herbst.

Herland

Sind Frauen im Literaturbetrieb benachteiligt? Oder schreiben wir vielleicht einfach schlechter als Männer und sind daher im Literaturkanon zurecht unterrepräsentiert?

Zahlen sprechen bekanntlich für sich. Aus diesem Grund werden in diesem Herbst unter dem Motto #Frauenzählen von verschiedenen Netzwerken und engagierten Journalistinnen Daten präsentiert, die belegen, wie häufig Frauen verglichen mit Männern im Literaturbetrieb gewürdigt werden, wie oft sie in Jurys sitzen, wer wen wie oft rezensiert.

Als sanften Einstieg habe ich mir den Bachmann-Preis vorgenommen und Sieger/innen, Platzierte, Nominierte und Jury-Mitglieder seit seiner Gründung 1977 gezählt. Ein Preis, der nach einer herausragenden Autorin benannt ist, wird literarische Texte von Frauen von Beginn an selbstverständlich gleichberechtigt präsentieren, so meine Erwartung.

Die leider enttäuscht wurde. In den ersten Jahrzehnten nominierten drastisch männlich

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Treffpunkt Morgengrauen? Abgesagt!

Herland

pi5aVon Simone Buchholz

Neulich kam mir zu Ohren, dass ein paar (sehr) etablierte Kritiker Kriminalromane von Frauen (in dem Fall speziell meine) für „nicht satisfaktionsfähig“ halten. Jetzt gibt es natürlich keinen Grund, sich darüber aufzuregen, dass jemand mein Zeug nicht mag, das können ja alle halten wie die Dachdecker, ich mag mein Zeug oft auch nicht. Es gibt aber einen ganzen Sack voll guter Gründe, sich über den Begriff „nicht satisfaktionsfähig“ aufzuregen, gerade wenn ihn ein Mann in einer einflussreichen Position gegenüber einer Frau benutzt.

Lassen wir uns das doch nochmal auf der Zunge zergehen.

Typ, über fünfzig, steht da und denkt zwei Sekunden über Frau, gar nicht mal viel jünger, nach. Winkt dann ab und sagt: „Nicht satisfaktionsfähig.“

Typ, über fünfzig, hält sich also für jemanden, der sich üblicherweise im Morgengrauen duelliert. Typ, über fünfzig, denkt offenbar, er befindet sich im 19. Jahrhundert. Typ, über fünfzig, sieht Buch von…

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Die Welt ist unser aller Haus – Story Special im Culturmag

Wer keine Gelegenheit hat, unser Netzwerk Herland in den nächsten Tagen während der Veranstaltungen im Rahmen unseres Kolloquiums in Kaiserslautern live kennenzulernen, kann im Special des Online-Magazins Culturmag eine Ahnung von unserer schöpferischen Vielfalt bekommen. Zehn Literaturschaffende – darunter auch ich – sind ihren Assoziationen zum Thema Die Welt ist unser aller Haus gefolgt.
Lest hier im Herland-Special des Culturmag

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Unser Kolloquium im August: Kaiserslautern/Pirmasens

Darauf freue ich mich schon sehr!

Herland

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Das Rezept – Minidrama

Ärztin: Was führt Sie zu mir?

Ich: Magenschmerzen, allgemeine Antriebslosigkeit, Schlafprobleme. Und mit meinen Augen ist auch irgendwas.

Ärztin: Raten Sie mal, wonach das für mich klingt?

Ich: Hypochondrisch?

Ärztin: Psychosomatisch.

Ich: Aber ich habe keine Probleme.

Ärztin: Kein Stress? Wie läuft’s beruflich?

Ich: Super! Mein neues Buch ist im Druck, kommt Ende des Monats heraus. Ich bin mehr als dankbar, mit dem Erfolg zu haben, was ich am Liebsten mache. Vor allem, wenn ich bedenke, dass andere Menschen in Sklaverei-ähnlichen Verhältnissen für uns Obst pflücken oder während ihrer Ausbildung aus unserer Mitte in Kriegsgebiete abgeschoben werden, die sie schon als Kinder verlassen haben. Kein Wunder, dass man sich da vor Verzweiflung erhängt. Aber für mich könnte es wirklich nicht besser laufen.

Ärztin: Verstehe. Privat auch alles im grünen Bereich?

Ich: Alles bestens. Seit über fünfzehn Jahren lebe ich gut mit demselben Mann und es schaut so aus, als würden wir gemeinsam alt werden. Ist ja nicht so, dass wir hier Armut oder Krieg befürchten müssten. Die Waffen schicken wir zum Glück in andere Länder.

Ärztin: Die Kinder? Weiterlesen

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